Newsletter zur Kundenbindung nutzen

Neben den modernen Messenging-Apps wie WhatsApp oder Facebook Messenger ist nach wie vor die E-Mail ein sehr beliebtes Kommunikationsmittel im Internet. Doch ein Newsletter kann mehr, als nur den Kontakt zu Ihren Kunden aufrecht erhalten: Mit den richtigen Inhalten können Sie Kunden zum Wiederkauf anregen und so den Umsatz pro Kunden erhöhen. Wir erklären Ihnen in unserem Artikel, warum sich ein regelmäßiger Newsletter auch für Ihr Unternehmen lohnen kann.

Bevor Sie loslegen: Die richtige Newsletter-Strategie

Sie kennen das: Täglich trudeln viele Mails ein – die wenigsten davon interessieren wirklich. Neben dem üblichen Spam und Werbung bekommt jeder E-Mail Nutzer oft täglich mehrere Newsletter. Ihr Newsletter ist daher vielleicht nur einer von vielen Newslettern, die Ihr Kunde an diesem Tag erhält. Die Qualität Ihres Newsletters ist daher sehr wichtig, damit Ihre Abonnenten nicht sofort abspringen, weil Ihre Inhalte nicht interessant sind.

Entwickeln Sie daher eine Strategie, bevor Sie mit dem Erstellen des ersten Newsletters loslegen:

  • – Was sind meine typischen Newsletter-Empfänger? Erstellen Sie Profile typischer Kunden.
  • – Welche Inhalte interessieren meine Kunden?
  • – Wie oft habe ich wirklich etwas interessantes zu berichten, ohne die Kunden zu langweilen?
  • – Wann möchte Ihr Kunde einen Newsletter überhaupt lesen? Montag früh oder eher Freitag Nachmittag?
  • – Wie können Sie mit Newslettern Ihren Umsatz ankurbeln?

Wenn Sie wissen, für wen Sie welche Inhalte bereitstellen müssen, können Sie zielgerichtet Ihre Produkte bewerben und somit Ihren Umsatz erhöhen.

Was brauche ich für einen guten Newsletter?

Für einen “guten” Newsletter sind viele Punkte ausschlaggebend und abhängig von der jeweiligen Zielgruppe. Wenn Sie sich die passende Strategie zurecht gelegt haben, müssen Sie nun eine Reihe von Aufgaben erledigen, bevor es an den Versand des ersten Newsletters gehen kann. Aber seien Sie sich sicher: Umso sorgfältiger Sie diese Arbeit im Voraus machen, desto mehr profitieren Sie im Nachhinein von Ihren Bemühungen.

1. Newsletter Empfängerliste aufbauen

Ihr bester Newsletter bringt nichts, wenn Sie niemanden haben, an den Sie ihn verschicken können. Überlegen Sie sich also woher Sie Ihre Empfänger erhalten können. In erster Linie sollten Sie versuchen Ihre bisherigen Kunden zum Empfang des Newsletters zu bewegen. Der Einbau eines Anmeldeformulars auf der Webseite ist selbstverständlich, wird Ihnen aber meist nur gemächlich neue Empfänger bringen.

Gehen Sie daher aktiv auf Ihre bisherigen Kunden zu. So können Sie zum Beispiel bei einem Kundenkontakt in Ihre E-Mail Signatur einen Hinweis auf Ihren Newsletter einbauen. Wenn Sie ein lokales Geschäft haben können Sie auch vor Ort auf Ihren Newsletter hinweisen. Oder aber Sie senden Ihren bisherigen Kunden eine E-Mail mit einer Information zu Ihrem Unternehmen und dem Hinweis, dass man zukünftige Neuigkeiten in Ihrem Newsletter erhalten könne. Rechtlich gesehen muss ein Interesse beim Empfänger bestehen, Ihre E-Mail zu erhalten, damit es keine unerlaubte Werbung ist. Das ist dann der Fall, wenn der Empfänger bestätigt hat, den Newsletter erhalten zu wollen, oder wenn es sich um für ihn wichtige Informationen zu Ihrem Unternehmen handelt. Bitte lassen Sie sich im Vorfeld von einem Anwalt beraten, in welchen Fällen der E-Mail Versand auch ohne eindeutige vorherige Zustimmung möglich ist.

Deutlich schneller funktioniert der Aufbau einer Newsletter-Empfängerliste, wenn Sie den zukünftigen Abonnenten im Voraus einen Grund geben, warum sie den Newsletter abonnieren sollten. Neuigkeiten zu Ihrem Unternehmen und ihren Produkten ist dabei selten ausreichend, um neue Empfänger zu erreichen. Gutscheine, Teilnahme an einem Gewinnspiel oder exklusive Angebote nur für Newsletter-Empfänger können dagegen deutlich interessanter sein und Ihre Empfängerliste füllen. Noch schneller geht es natürlich wenn Sie Werbung auf Ihre Newsletter-Seite schalten, dies ist jedoch natürlich mit Kosten verbunden.

2. Einrichtung des Newsletter-Tools

Den Newsletter von Ihrem E-Mail Programm aus versenden, macht leider wenig Sinn: Sie bekommen keine detaillierten Statistiken, ob und wie viele Empfänger den Newsletter öffnen oder auf einen Link im Newsletter klicken. Die Gestaltung Ihres Newsletter ist umständlich und am Wichtigsten: Die IP-Adresse des Versenders entscheidet oft darüber, ob eine E-Mail im Spam-Ordner landet oder überhaupt empfangen wird. Und Ihre IP-Adresse ist im Gegensatz zu den IP-Adressen der meisten Newsletter-Tools für den Newsletter-Versand nicht freigegeben. Sie werden daher meist nach wenigen Hundert E-Mails an einem Tag eine Sperre auf Ihre IP-Adresse erhalten und können keine weiteren E-Mails versenden.

Es führt daher kaum ein Weg an einem Newsletter-Tool vorbei. Aber keine Sorge: Viele Tools sind bis etwa 1000 Empfänger völlig kostenlos – und diese Zahl will erst einmal erreicht werden. So können Sie völlig kostenfrei das Tool kennen lernen. Welches Tool Sie nutzen möchten ist dabei relativ egal – jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile, viele jedoch qualitativ sehr hochwertig. Wir können Ihnen Mailchimp empfehlen als das weltweit meistverbreitete Newsletter-Tool, das mit seinem Funktionsumfang bei den geringen Kosten sehr empfehlenswert ist. Als Unternehmen in Deutschland kann es jedoch durchaus wichtig sein, dass die Empfängerdaten nicht im Ausland gespeichert sind. In diesem Fall können Sie zum Beispiel auf Newsletter2Go zurückgreifen, welches Mailchimp auf jeden Fall das Wasser reichen kann.

Sollten Sie eine große Anzahl Newsletter-Empfänger (etwa 50.000 oder auch deutlich mehr) haben, könnte es sich auch lohnen etwas mehr zu investieren, um mehr Optionen in der Segmentierung und Automatisierung der Newsletter zu haben. In diesem Fall können Sie auf die High-End Produkte von Optivo oder Emarsys zurückgreifen, die jedoch natürlich auch Ihren Preis haben.

Wenn Sie sich für Ihr passendes Newsletter-Tool entschieden haben, schauen Sie sich die Optionen die das Tool mit sich bringt genau an. Die meisten Tools haben auch ein Wiki oder ein Handbuch, in dem Sie das Tool kennen lernen können. Nur wenn die Einrichtung sorgfältig und vollständig durchgeführt wird, können Sie einen reibungslosen Newsletter-Versand garantieren.

3. Erstellung des Newsletter Templates

Um Ihre Inhalte optisch ansprechend und passend zu Ihrem Unternehmen präsentieren zu können, benötigen Sie ein Newsletter Template. Dies können Sie mit den meisten Tools mit einigen Klicks selbst gestalten – besser jedoch Sie vertrauen der Erfahrung von gelernten Gestaltern, die das optimale Design für Ihre Bedürfnisse erstellen können.

Wichtig ist hier in erster Linie die Darstellung auf den verschiedenen Geräten – Smartphones, Tablets und Computer, die jeweils unterschiedliche Bildschirmauflösungen besitzen. Ebenso muss die Wiedererkennbarkeit Ihrer Marke gegeben sein und im Stil Ihrer Webseite daherkommen.

4. Die richtigen Newsletter Inhalte

Das Wichtigste an Ihren Newslettern ist natürlich der Inhalt. Welche Informationen sind für Ihre Empfänger wirklich relevant? Wenn Sie eine Strategie erstellt haben, sollten Sie jetzt davon profitieren können und regelmäßig spannende Inhalte haben. Überlegen Sie sich nun die Darstellung Ihrer Inhalte und in welcher Länge Sie die Themen direkt in Ihrem Newsletter behandeln sollten und wann Sie die Empfänger mit einem Link oder Button lieber auf Ihre Webseite weiterleiten.

Meist empfiehlt es sich Themen nur mit wenigen Sätzen anzureißen und interessierte Newsletter-Empfänger auf die eigene Webseite zu leiten, denn dort sind Sie auch flexibler in der Gestaltung Ihrer Inhalte und können die Nutzer ideal weiterleiten zu Ihren Produkten oder Dienstleistungen.

5. Eine spannende Überschrift wählen

Die Überschrift Ihres Newsletters ist teilweise noch wichtiger als die Inhalte – denn wenn niemand die E-Mail öffnet, weil die Überschrift nicht interessiert, ist der Inhalt völlig irrelevant. Nehmen Sie sich daher Zeit bei der Wahl der passenden Überschrift. Wenn Sie die Möglichkeit haben mehrere Überschriften für den gleichen Newsletter testen zu können (sogenannte A/B-Tests), sollten Sie diese Möglichkeit unbedingt nutzen.

Denken Sie in diesem Zusammenhang wieder daran, dass der Empfänger vielleicht 50 oder sogar 100 E-Mails an einem Tag bekommt. Welche Überschrift bringt ihn dazu, ausgerechnet Ihren Newsletter öffnen zu wollen? Wenn Ihre Kunden nicht schon sehnsüchtig auf neue Produkte von Ihnen warten, wird eine Überschrift “Neue Produkte eingetroffen” die wenigsten Empfänger wirklich interessieren. Finde Sie daher ein wirklich interessantes Thema, das Lust darauf macht den Inhalt Ihrer E-Mail zu lesen, ansonsten landet Ihr Newsletter im Papierkorb, wie viele andere Mails an diesem Tag.

6. Den Versandzeitpunkt des Newsletters wählen

Ein Punkt der oft vergessen wird: Es kann den Erfolg deutlich beeinträchtigen, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit Ihr Newsletter ankommt. Überlegen Sie sich wann Ihre Empfänger für gewöhnlich Ihre E-Mails lesen und auch die Zeit haben, sich Ihre Inhalte anzusehen und vielleicht sogar ein Produkt oder Dienstleistung zu kaufen. Montag Morgens auf dem Weg zur Arbeit werden die Wenigsten eine Versicherung abschließen wollen. Freitag Nachmittag sind Ihre Kunden schon im Feierabend und haben Zeit für Shopping oder um einen Tisch in Ihrem Restaurant zu reservieren. Wenn Sie dagegen als Zielgruppe Menschen aus der Gastronomie haben, werden diese am Freitag Abend viel zu tun haben und sich ganz bestimmt keinen Newsletter von Ihnen durchlesen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wann der ideale Versandzeitpunkt für Ihren Newsletter ist, sollten Sie verschiedene Zeitpunkte und Wochentage testen. Sie wollen sich den ganzen Aufwand sicherlich nicht umsonst gemacht haben, nur weil Ihr Newsletter einige Stunden zu spät beim Empfänger eingetroffen ist.

Langfristig mit Ihrem Newsletter erfolgreich sein

Wenn Sie alle Punkte befolgt haben und Ihr Newsletter fertig zum Versand ist, testen Sie den Newsletter auf verschiedenen Geräten, überprüfen noch einmal alle Links und versenden ihn anschließend an Ihre Empfänger. Doch nach dem Newsletter ist vor dem Newsletter: Nur wer regelmäßig interessante Newsletter verschickt, kann langfristig damit erfolgreich sein. Dabei kann nur ein einzelner uninteressanter Newsletter den Empfänger dazu bringen, keine weiteren E-Mails von Ihnen erhalten zu wollen. Daher versenden Sie lieber keinen Newsletter, wenn Sie nichts zu berichten haben.

So können auch Sie Ihre Kunden nicht nur regelmäßig über Neuigkeiten Ihres Unternehmens informieren, sondern Ihren Kundenumsatz nachhaltig steigern und Ihre Markenbekanntheit festigen.

 

 

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